Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Gerhard Tersteegen  (1697-1769)

Geistliche Brosamen

"Geistliche Brosamen" wurden die niedergeschriebenen Erweckungsreden von Gerhard Tersteegen genannt. Es gibt davon 3 Bände.

 

 

" Sammelt die ürigen Brocken, dass nichts umkomme (Joh. 6,12)

 

Vorbericht:

Es ist längst bekannt, dass ich, hungrigen Herzen zu gefallen, vorlängst eine von mir gehaltene Rede, die Kraft der Liebe Christi, herausgegeben habe (s. Weg der Wahrheit). Da ich nun damals weder Zeit noch Neigung hatte, mehrere dergleichen Reden aufzuschreiben, so waren doch manche gute Freunde nicht damit vergnügt, sondern haben nachher noch eine und andere zu ihrer Privat-Erbauung unter meinem Vortrag aufgeschrieben, welches ich weder befördern noch hindern wollte. Jetzt waren sie willens, dieses aus meinem Munde Aufgeschriebene, ohne mein Zutun, vor und nach drucken zu lassen. Ich lasse es dann auch so geschehen. Da aber mein hohes Alter und kränklicher Zustand mir nicht gestatten, diese gebrechlich gesprochenen und auch vermutlich gebrechlich nachgeschriebenen Sachen, selbst (wie es wohl sein sollte) nachzusehen, und in eine etwas füglichere Form und Ordnung zu bringen, so wird ein bescheidenes Auge nicht alles nach kritischer Schärfe beurteilen, sondern Erbauungs-begierige Herzen es gerne gönnen, wenn sie auch in diesem Gebrechlichen einige Ermunterung und Nahrung für ihre Seelen finden; wozu ich denn von Herzen wünsche, dass der segnende Heiland diese von seinem Tisch gefallenen und aufgelesenen Brosamen wolle gesegnet sein lassen.

G.T.St.                                                                                                    Mülheim a.d. Ruhr, 17. Jan. 1769

 

 

Ein sehr erbauendes Beispiel:

 

Passionszeit

Die folgende Rede hat Tersteegen in der Passionszeit des Jahres 1755 gehalten.

Die Liebe Jesu Christi ist hingebend, wachsam, vorsorgend und vorallem eine Verwandtschaft stiftende Liebe unter all jenen, die sich zu Jesus bekennen und ihm nachfolgen.

"Da nun Jesus seine Mutter sah, und den Jünger dabeistehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn. Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter" (Joh. 19,25-27).

Passionszeit - die Verwandschaft stiftende Liebe Christi
Geistliche Brosamen
Band I, Fünfte Rede über Joh. 19,25-27 (Christlicher Schriftenversand)
Predigt I 5.)
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