Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Gerhard Tersteegen  (1697-1769)

Tersteegenhaus - Heimatmuseum

Das Tersteegenhaus in der Mülheimer Altstadt ist ein Heimatmuseum. Es musste nach dem Krieg wieder rekonstruiert werden. Mit seiner kulturhistorischen Sammlung erinnert es nicht nur an den bekanntesten Bewohner dieses Hauses, Gerhard Tersteegen (1697-1769), sondern auch an den bekannten Nachbarn Tersteegens, den Arzt und Schriftsteller,  Dr. C. A. Kortum (1745-1824), sowie an Mathias Stinnes (1790-1845), der mit seinen Brüdern den Grundstein für ein Welt- und Handelsunternehmen gelegt hat.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des  Freundes- und Förderkreis Heimatmuseum Tersteegenhaus Mülheim an der Ruhr e.V.

Gerhard Tersteegen hat in diesem Haus, auf dem Kirchenhügel, bei der Petrikirche, von 1746 bis zu seinem Tod  im Jahre 1769 gelebt.

„In den oberen Räumen des Hauses richtete Tersteegen die Wohnung für sich und Heinrich Sommer ein, und er brachte dort auch seine Apotheke unter. Im Untergeschoß lagen Sprech- und Wartezimmer, sowie die Wohnräume seiner Haushälterin Sibylle Emschermann, die ihm (ihr Bruder und dessen Frau lebten mit ihr zusammen) 30 Jahre lang die Wirtschaft geführt hat. Da Tersteegen besonders in den Jahren seines Alters und bei zunehmender Kränklichkeit, nur mit schwacher Stimme predigen konnte, reichten die Räume in ihrer alten Form für seine Ansprachen nicht aus. Er ließ deswegen Wände und Decken mit Schalllöchern versehen und das ganze Haus so herrichten, dass seine vom Flur aus gesprochenen Predigten in allen Zimmern gut zu hören waren, kam es doch nicht selten vor, dass bei seinen Versammlungen mehrere hundert Menschen das nicht  große Haus füllten, und trotzdem noch immer mehr Hörer mit Leitern durch die Fenster Einlass begehrten“ ( aus  Tersteegen, Leben und  Wirken am Niederrhein, von Arthur Klein)

 

 

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